Hypnose bei psychosomatische Erkrankungen

Im Erstgespräch bzw. im Rahmen einer Fokaltherapie wird die spezifische Behandlungsform geklärt.  Je nach Schwerpunkt, persönlichen Möglichkeiten, Ressourcen und Umfang des Problems wird eine Hypnosepsychotherapie, eine psychoanalytisch orientierte Psychotherapie oder eine Psychoanalyse empfohlen.

Zahlreiche Untersuchungen belegen die direkte Wirkung von Hypnose auf körperliche Funktionen. Durch die tiefe Entspannung, eine veränderte Körperwahrnehmung und die Möglichkeit, verschiedene physiologische Prozesse mental zu beeinflussen, können die Symptome mancher Erkrankungen bzw. Funktionsstörungen des Körpers gelindert werden. Das tiefere und vor allem ganzheitlichere Verständnis, das mit Hypnose im Rahmen einer psychoanalytisch orientierten Psychotherapie für den Körper erreicht wird, gibt manchen meiner Patienten auch die notwendige Kraft und Selbstverantwortung, um notwendige Veränderungen im Lebensstil durchzuführen. Dieses Engagement und Mitarbeit vorausgesetzt, kann Hypnosepsychotherapie den Heilungsprozess bei den nachstehenden Erkrankungen und Funktionsstörungen gut unterstützen:

Unter Psychosomatik – abgeleitet vom griechischen »psyche« (Atem, Hauch, Seele) und »soma« (Körper, Leib) – versteht man die Lehre von den Zusammenhängen und der gegenseitigen Beeinflussung von Seele und Körper des Menschen. Die psychosomatischen Erkrankungen lassen sich in zwei Bereiche unterteilen: Zum Einen in körperliche (somatoforme) Störungen, bei denen kein organischer Befund nachweisbar ist und psychische Faktoren bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptome eine bedeutsame Rolle spielen. Das bedeutet nicht, dass der Betreffende „Nichts“ hat – eine rein organmedizinische Behandlung führt jedoch nicht zur Wiederherstellung der Gesundheit. Zum Anderen in körperliche Krankheiten, deren Verlauf stark von der psychischen Befindlichkeit des Patienten abhängig sind – z.B. Ess-Störungen wie Anorexie und Bulimie. Psychosomatische Erkrankungen treten häufig auf – schätzungsweise 20-30% aller Patienten, die zum Hausarzt gehen, leiden unter einer solchen Erkrankung (zitiert nach www.uexkuell-klinik.de).

Erkrankungen des Magen- und Darmbereichs

  • Dickdarmentzündung (Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn)
  • Reizdarmsyndrom (RDS)
  • chronischer Durchfall

Erkrankungen des HNO-Bereichs

  • bestimmte Formen von Hörstörungen
  • chronischer Husten, Schnupfen oder Bronchitis
  • Tinnitus (Ohrensausen)
  • Hörsturz
  • Globusgefühl im Hals

Andere psychosomatische Erkrankungen

  • Kreislaufprobleme
  • exzessives Schwitzen
  • Schwindel
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • chronische Kopfschmerzen